svd
The Story of SVD
friedensstr. 22
16866 demerthin




Eigene Homepage

Die SV Demerthin-Story

Seite per E-Mail empfehlen
Die SV Demerthin-Story. Demerthin ist ein Dörflein am Rande der Prignitz. Hier gibt es noch eine kleine Schule und die stets bescheidenen Bewohner sind stolz auf die beiden Wahrzeichen ihres Dorfes. Zum einen steht in unserem Ort das Schloss. Viele Leute aus nah und fern sehen sich gern dieses über 30 Meter hohe, mehrere Jahrhunderte alte Bauwerk an. Zum zweiten gibt es in unserem Ort einen Sportverein, hinter dem die Menschen aus dem Dorf und einige Leute aus Nachbardörfern mit Leib und Seele stehen. Begonnen hat alles schon in den zwanziger Jahren. Neben Ackerbau und Viehzucht hatten doch einige Bauern tatsächlich Interesse am Fußball gefunden. So kam es, dass 1922 ein Sportverein in Demerthin gegründet wurde. Gespielt wurde gegen die Nachbardörfer. Unsere Vorfahren haben damals den Grundstein für unseren heutigen SVD gelegt. Sie eigneten sich Techniken, Spielkunst und Erfahrungen an, um dieses dann an die nächsten Generationen weiter zu geben. Ich bin mir sicher, dass einige unserer heutigen Spieler noch davon profitieren. Natürlich gab es in diesem Verein stets ein Auf und Ab. So gab es Zeiten, in denen dieser Verein kaum noch aktiv war. Aber diese waren nicht sehr lange und es wurde immer wieder versucht, eine Mannschaft auf die Beine zu stellen. In den 50er Jahren bemühte sich Otti Kauffmann um die Organisation. Seit den 60er Jahren gab es dann mit nur wenig Unterbrechungen immer eine Mannschaft. Walter Schneider und Werner Sauter leiteten die Geschicke des Vereins. Es wurden Nachwuchsmannschaften ins Leben gerufen und die Demerthiner hatten wirklich großartige Fußballer in ihren Reihen. Damals hieß der Verein übriges -BSG Traktor Demerthin-. In den 70er Jahren war Wilfried Lange Trainer der Mannschaft und Dieter Schwierske nahm sich der Nachwuchsarbeit an, was sich später auszahlen sollte. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre wohnten wahrscheinlich in keinem Ort weit und breit so großartige Fußballer wie in Demerthin. Es gab das Gerücht, dass selbst Gumtower glaubten, der Intershop sei ein Sportverein und heißt Traktor Demerthin. Man braucht nur lange genug quatschen, dann kann man dort alles haben was man will. So bediente sich Gumtow an unseren tollen Fußballern und ständig wurde versucht, weitere Spieler abzuwerben. Leider auch mit Erfolg. So war es, dass in den besten Zeiten unseres Nachbarvereins, Gumtow spielte damals in der Bezirksklasse (heute ähnlich Landesklasse), über die Hälfte der Stammspieler in Demerthin zu Hause waren. Der Demerthiner Sportverein litt natürlich darunter. Trotzdem gab es auch bei uns starke Spieler, die in diesen schweren Zeiten immer hinter Demerthin standen. Obwohl unsere Nachbarn auch gerne Ingo Weber, Fred Mäusling und später Andrè Becker in ihrer Mannschaft gehabt hätten, hielten sie Demerthin die Treue. Anfang der 90er Jahre war es dann soweit. Die von Dieter Schwierske betriebene Nachwuchsarbeit sollte sich auszahlen. Seine Spieler konnten nun im Männerbereich eingesetzt werden und mit dem SVD ging es richtig aufwärts. Dieter Schwierske war nun Trainer. Als dann endlich die erfahrenen Demerthiner Spieler von Gumtow nach Hause kamen, hatte Demerthin eine schlagkräftige Truppe zusammen. Der Aufstieg in die Kreisliga ließ sich nicht vermeiden. Nun merkten viele Spieler und Anhänger unseres Vereins, wie stark der Fußball in Demerthin eigentlich ist. Selbst die 2. Mannschaft, betreut von Ede Suhr, schaffte den Aufstieg. Als dann in der zweiten Hälfte der 90er Jahre unser anderer Nachbarverein, Dannenwalde, in die Landesklasse aufstieg, mussten sie sich unbedingt verstärken, um eine Chance in der neuen Spielklasse zu haben. Natürlich lag es nahe, die tollen Spieler aus Demerthin zu ködern. Von einer Saison zur anderen verließen vier absolute Leistungsträger den Verein in Richtung Dannenwalde. Nicht schön für den SVD, aber wer wollte es ihnen verdenken, einmal in der Landesklasse zu spielen. Gleichzeitig beendeten einige Akteure ihre Laufbahn und ein Spieler zog aus der Region weg. Einige Jahre vorher ging unser offensiv stärkster Spieler nach Kyritz. Demerthin stand wieder vor dem Nichts und musste zweimal hintereinander absteigen. Man kämpfte nun in der 2. Kreisklasse ums Überleben. Als nach der Jahrtausendwende weitere Spieler aus Altersgründen das Fußballspielen beendeten, befürchteten die Verantwortlichen keine Mannschaft mehr stellen zu können. Obwohl in den letzten Jahren Nachwuchsarbeit auf Grund zurückgehender Kinderzahlen nicht mehr möglich war, war nun die einzige Möglichkeit, die Jugendlichen die wenig Erfahrungen im Fußball hatten, für die kaum noch vorhandene Mannschaft des SVD zu begeistern. Zum Glück sagten die gerade 18jährigen zu und die Mannschaft konnte gehalten werden. Sie retteten damals den Verein und einige von ihnen spielen heute noch gerne für den SVD. Diese Spieler entwickelten sich so gut, dass als unsere Dannenwalder Spieler zurück kamen, 2006 sogar der Aufstieg in die 1.Kreisklasse gelang. Hier ist unsere Mannschaft bereits eine feste Größe geworden. Im Jahr 2007 ist es gelungen eine 2. Demerthiner Mannschaft ins Leben zu rufen. Anfangs wurden wir dafür teilweise belächelt, von anderen sogar bestaunt. Viele waren dieser 2. Mannschaft sehr skeptisch gegenüber und dachten, dass es nicht genügend Spieler dazu gibt. Dieses Vorhaben war nur durch den Demerthiner Jugendclub möglich, denn die Jugendlichen stellen einen Großteil dieser Mannschaft. Auch die Zweite des SVD hat sich bestens entwickelt und in der oberen Tabellenhälfte ihrer Spielklasse etabliert. Der Verein versucht seit dem Jahr 2005 auch verstärkt für seine passiven Mitglieder interessant zu sein. So gibt es Kinderfußball in Verbindung mit der Schule Demerthin, Kegeln, Radfahren, Volleyball, Skat, Poker, Frauenfußball, Hallenfußballturniere, Sportfeste, selbst Verbandsligaspiele wurden in den zurückliegenden Jahren durch den SVD auf unserer Sportanlage organisiert. Heute sind wir auch für junge Fußballer anderer Vereine interessant geworden und wir haben das Glück, dass diese unsere Mannschaft verstärken. Ein Grund spielt hierbei sicherlich die tolle Unterstützung der Zuschauer und Fans bei den Heimspielen. In unserer Spielklasse ist so etwas einmalig. Durch diesen Zusammenhalt, durch die Aktivitäten für die Passiven und natürlich durch den tollen Fußball, den unseren Jungs spielen, ist es uns gelungen, die Mitgliederzahl zu verdoppeln. Heute zählt der Sportverein Demerthin 100 Mitglieder und noch mehr Leute finden sich meistens zu den Heimspielen des SVD ein. Natürlich träumen einige Spieler und Verantwortliche davon, mit dem SVD noch einmal in die Kreisliga aufzusteigen. Wenn diese Mannschaft sich weiter so entwickelt, ist der Aufstieg in der nächsten Zeit vielleicht sogar möglich und es wäre sicherlich schön für alle Beteiligten. Aber egal in welcher Spielklasse der SVD auch spielt, für die Zuschauer, Fans, Spieler und die Verantwortlichen ist dieser Verein etwas besonderes und wird es auch immer bleiben.----------- Falk Kauffmann